Die Fotographie von Aquascapes oder Naturaquarien wurde wohl seit Zeiten von Herrn Takashi Amano grundlegend verändert. Wer kennt diese Bilder nicht, welche in seinen Büchern nach und nach veröffentlicht wurden. Nicht nur die neuen Naturaquarien waren sagenhaft schön, sondern auch die Fotos sind äußerst brilliant. Aquascaper auf der ganzen Welt eifern ihm nun nicht nur bei der Gestaltung von Aquarien nach, sondern beschäftigen sich ebenfalls sehr intensiv mit der Fotographie. Ein Fotoshoot bedeutet einiges an Aufwand, besonders, wenn man Aquascapes für den Final-Shot ablichten möchte.

Fotoshoot von Aquascapes während des ADA-Seminars 2010 in Niigata, Japan.Fotoshoot von Aquascapes während des ADA-Seminars 2010 in Niigata, Japan.Fotoshoot von Aquascapes während des ADA-Seminars 2010 in Niigata, Japan.

Amano beobachtet den Aufbau seiner Großformatkamera sehr genau. Während Herr Amano seine Kamera einstellt, arbeitet ihm ein ganzes Team zu. Er benutzt starke Studio-Biltze zur Aufhellung des Aquascapes.

Die folgenden Fotos sind während des ADA Seminars im Oktober 2010 entstanden und zeigen kleine Tricks um ein schöneres Foto zu erstellen.

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Das Objektiv sollte exakt senkrecht zur Aquarienscheibe ausgerichtet sein.

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Die Ausrichtung des Objektivs sollte auf mittlerer Höhe der Frontscheibe erfolgen.

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Der Gebrauch eines Stativs ist unbedingt notwendig und der Gebrauch eines Fernauslösers empfehlenswert, um Verwacklungen zu minimieren. Das Benutzen des internen Blitzes führt zu Reflexionen. Deshalb sollte auf den Einsatz verzichtet werden.

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Die Kamera wird am neuen Standort erneut waagerecht ausgerichtet und Testfoto zur Kontrolle gemacht.

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Ist der Hintergrund nicht optimal, kann man diesen noch z.B. gegen einen schwarzen austauschen.

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Um ein tieferes Schwarz des Hintergrundes zu erreichen wird dieser am oberen Rand umgeknickt. Somit wird eine Beleuchtung des Hintergrundes vermieden.

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Es sollte die gesamte sichtbare Technik, wie CO2 Diffusoren, Filtertechnik sowie Heizstäbe  aus dem Aquascape entfernt werden.

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Ebenso sind Wasser- und Fettflecken auf der Frontscheibe zu beseitigen. Um Reflexionen zu vermeiden wird die Umgebung mit einem großen Tuch verdeckt, ein Loch lässt nur das Objektiv in Richtung Aquarium schauen. Reflexionen kann man ebenso reduzieren, indem man alle Lichtquellen im Raum ausschaltet und die Rollläden schließt.

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Um Umgebungseinflüsse zu minimieren, wird um das Becken herum ein schwarzer Fotorahmen gebastelt. Dies vermeidet störende und ablenkende Objekte auf dem Foto.

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Eine bewegte Wasseroberfläche mit Hilfe eines Föns erzeugt einen angenehmen Effekt.

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Neben den oben genannten Tipps gibt es auch noch weitere Möglichkeiten, sein Foto zu verbessern. Die hier genannten Einstellungen richten sich nicht nur an Benutzer von digitalen und analogen Spiegelreflexkameras, denn inzwischen können die meisten Einstellungen heute auch schon bei kleinen Kompaktkameras gewählt werden:

Man sollte eine Brennweite von 50mm verwenden, die Blende auf maximal f5,6 einstellen, mindestens 1/100 s belichten  um Bewegungen der Fische einzufrieren. Der ISO-Wert ist auf maximal 400 einzustellen, um übermäßiges Bildrauschen zu vermeiden. Der Fokus sollte sich  auf der Höhe der Frontscheibe befinden und es lohnt sich ebenfalls einen manuellen Weißabgleich durchzuführen oder diesen mit Voreinstellungen möglichst nahe an die Realität bringen, damit die Farbwiedergabe korrekt ist.