Der Begriff „Hardscape“ wirkt auf jemanden, der dieses Wort zum ersten Mal hört, in diesem Moment wohl etwas befremdlich, doch was ist eigentlich - „Hardscape“?

Die Definition davon ist recht simpel: dieser englische Begriff bedeutet letztendlich für unsere Zwecke  nur "Einrichtungsgegenstände". Er wird unter anderem auch in der englischsprachigen Landschaftsarchitektur verwendet und bezeichnet dort Mauern und Zäune. Dabei wird auch der Begriff „Softscape“  erwähnt und kann mit "Blumenbeet" oder "dekorativer Baum" übersetzt werden. Ein Aquascaper ist so gesehen ein „Unterwasserarchitekt“.

Mit Hardscape werden also demnach Wurzeln oder Steine bezeichnet, denn diese sind in der Regel hart - im Gegensatz zu den weichen Pflanzen. Das Hardscape ist ein essentieller Aspekt  im Aquascape, denn es bestimmt die Grundstruktur des Layouts und leitet den Blick des Betrachters. Die Ausrichtung eines natürlich wirkenden und harmonischen Arrangements lässt den Betrachter vergessen, dass er gerade eine unter Wasser Miniaturlandschaft betrachtet. Das Hardscape ist in den meisten Fällen der Grund, warum uns Aquascapes so faszinieren und beeindrucken.

Der Handel hat auf den aufkommenden Trend reagiert und es werden inzwischen einige Sorten an verschiedenen Wurzeln und Steinen angeboten:

Das Angebot bei Wurzeln reicht von dem bekannten Moorkien- und Mangrovenholz über rote Moorwurzeln bis hin zu malaysischem Driftwood. Driftwood, so werden Holzstücke genannt, die so lange auf dem Meer, in Flüssen oder Seen getrieben sind, sodass nur noch der  widerstandfähigste Teil übrig geblieben ist. Bei Steinen scheint die Auswahl immer größer zu werden: neben Minilandschaft (Seiyru Seki), Leopardgestein, Lava, rotem Steinholz, Mantenstones und Newzeelandstones gibt es noch viele weitere Steinsorten, die sich in einem Aquascape verwenden lassen. Ebenso gibt es vielerlei Bestrebungen mehr Wurzel- und Steinsorten in Deutschland anbieten zu können.

Generell sollte man durch eine begrenzte Anzahl an Steinen oder Wurzeln nicht beschränkt sein, um sein Layout zu gestalten. Eine große Auswahl an Einzelstücken zu haben lohnt sehr wohl, auch wenn man nicht alle im Aquascape unterbringen kann. Wenn am Ende kein harmonisches, aufeinander abgestimmtes Hardscape zustande kommen kann, weil man nicht die „richtigen“ Exemplare zur Verfügung hat, ärgert man sich umsonst. Zusätzlich ist es auch nützlich kleinere Steine oder Wurzelteile zu haben, mit denen man den Aufbau etwas stabilisieren kann und die, bei eventuellem Hervorschauen, das Gesamtbild nicht stören.

Dass man immer nur die gleichen Sorten der einzelnen Steine und Wurzeln in einem Scape verwendet ist selbstredend.

Drachensteine/Ohko

Malaysisches Driftwood

Minilandschaft/Seiryru